Eine Holztreppe hält Jahrzehnte, ihre Oberfläche nicht. Wenn der Lack springt, die Stufen dunkel und gelb wirken oder das Holz an den Kanten sichtbar leidet, ist der Moment für eine Sanierung gekommen. Bei Renovierungen wird die Treppe trotzdem oft als Letztes angefasst, weil keiner weiß, wie man während der Arbeiten ins Obergeschoss kommen soll. Die gute Nachricht: Es geht, mit dem richtigen Ablauf.
Wann Abschleifen reicht, und wann nicht
Die Regel ist einfach. Ist das Holz der Stufen intakt und nur die Oberfläche müde, ist Abschleifen und Neuversiegeln die sauberste Lösung: Das ursprüngliche Holz kommt wieder zum Vorschein, und die Treppe sieht nachher aus wie am ersten Tag, nur ehrlicher. Typische Fälle bei uns in Dortmund sind Treppen aus den Sechziger- und Siebzigerjahren, deren Lack inzwischen eine dunkelgelbe Patina gezogen hat. Da liegt unter dem Belag häufig eine Eiche, die man nicht mehr erkennt.
Sind Stufen selbst beschädigt, etwa ausgebrochene Vorderkanten oder Risse durch Feuchtigkeit, reicht der Schliff nicht. Dann tauschen wir einzelne Stufen oder arbeiten sie auf. Das ist aufwendiger, aber immer noch schonender fürs Haus als ein kompletter Treppenersatz.
So arbeiten wir eine Treppe ab
Anders als eine Bodenfläche wird eine Treppe fast vollständig von Hand und mit Kantenschleifern bearbeitet: die Auftritte, die Setzstufen, die Wangen, und je nach Absprache das Geländer samt Handlauf. Der Handlauf ist übrigens der Teil, den man beim Hochgehen nie loslässt und der deshalb die meiste Liebe braucht.
Nach dem Schliff wird staubfrei gemacht, dann erhält die Treppe zwei Anstriche mit Zwischenschliff. Auf den Stufen empfehlen wir eine robuste Versiegelung, weil Treppen Laufwege sind: Straßenschuhe, Regen, Hunde. Für Wangen und Geländer ist Öl eine Überlegung wert, hier haben wir Öl und Lack ehrlich gegenübergestellt.
Was die Sanierung kostet
Unser Basispreis liegt bei 35,95 € pro Stufe. Eine gerade Treppe mit vierzehn Stufen liegt damit bei rund 500 €, gewendelte Treppen, Wangen und Geländer rechnen wir nach Aufwand. Klingt nach einer großen Spanne, ist es auch, deshalb gilt auch hier: Wir schauen uns die Treppe an und nennen Ihnen vorher einen Festpreis. Die Übersicht unserer Preise und die Details zur Leistung finden Sie auf der Seite zur Treppensanierung.
Dauer und Wohnen während der Arbeiten
Für eine übliche Holztreppe rechnen Sie mit zwei bis drei Tagen Arbeitszeit. Das eigentliche Thema ist die Trocknung: Nach jedem Anstrich darf die Treppe für eine Nacht nicht benutzt werden. Wer zwei Treppen im Haus hat, merkt davon wenig. Wer nur die eine hat, plant am besten zwei Nächte im Erdgeschoss oder bei Verwandten, und wir strukturieren die Arbeit so, dass die Sperrzeiten kurz und vorhersehbar sind. Nichts ist schlimmer als eine halb lackierte Treppe um elf Uhr abends.
