Im Kreuzviertel und in der Nordstadt betreten wir regelmäßig Dielenböden, die über hundert Jahre alt sind. Das Erste, was viele Eigentümer im Kopf haben: rausreißen, glatt machen, Fertigparkett rein. In vielen Fällen ist das schlicht zu schade. Ein gewachsener Dielenboden aus der Zeit um 1900 hat eine Substanz und eine Optik, die Sie in keinem Katalog bestellen können. Die Frage ist nur, ob er noch zu retten ist. Und das lässt sich zuverlässig beantworten.
Was wir bei der Besichtigung prüfen
Die kritischen Stellen eines alten Dielenbodens sind immer dieselben: unter den Fenstern, an den Außenwänden und rund um die Heizung, wo über Jahrzehnte Kondenswasser und Baufeuchte am Werk waren. Dort drücken wir mit dem Schraubendreher gegen die Kanten, um faules Holz zu finden. Federnde Dielen deuten auf nachgelassene Befestigung, nicht auf Schaden: Das lässt sich nachziehen.
Auch die alte Oberfläche schauen wir uns genau an. Altlacke aus den Siebzigern und verklebte Teppichreste können Schadstoffe enthalten. Wir erkennen das Erfahrungsgemäß gut am Beschichtungsaufbau und sagen Ihnen offen, wenn ein Boden besonderes Vorgehen braucht.
Die typischen Arbeiten einer Altbodensanierung
Meist beginnt es mit dem Tausch einzelner Dielen. Dafür lagern wir original alte Dielen, damit Muster, Patina und Holzart zusammenpassen, statt neue Brettchen daneben zu setzen, die nach Renovierung aussehen. Nachgezogen und verschraubt wird, was klappert, Risse und Fugen werden mit Holzspänen und Kitt vollflächig gespachtelt, und dann kommt der Dreiklang, den Sie aus unserem Artikel zum Parkett schleifen kennen: schleifen, staubfrei machen, neu versiegeln.
Wer mag, verbindet die Sanierung mit einer Veränderung. Mit Beizölen lässt sich ein alter Dielenboden betonen oder komplett umfärben, wie wir es auf unserer Seite zum Einfärben von Holzböden beschreiben. Und wenn Sie den Boden sowieso offen haben, ist der Moment günstig für Dämmarbeit von unten, falls ein Keller zugänglich ist. Kalte Füße müssen nicht sein.
Kosten und Dauer im Vergleich
Gegenüber einer kompletten Neuverlegung spart die Sanierung an mehreren Stellen: kein Herausreißen, keine Entsorgung, kein neuer Bodenbelag, kein neuer Untergrund. Dielenböden schleifen ab 19,95 €/m², dazu kommen die Reparaturen, die wir nach Befund festpreisen. Für eine Altbauwohnung mit 60 m² sollten Sie ein bis zwei Wochen Vorlauf einplanen, die reine Arbeitszeit liegt meist bei vier bis sechs Tagen.
Und noch ein Argument, das keine Kalkulation einfängt: Wer einen hundertjährigen Dielenboden erhält, bindet keine neue Produktion, keinen Transport und keinen Kleber. Der beste Boden für die Klimabilanz ist der, der schon liegt.
Sie wohnen in einem Dortmunder Altbau und wollen wissen, was Ihr Boden hergibt? Vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin, wir kommen im Umkreis bis 35 km vorbei. Zur Übersicht unserer Altbodensanierung geht es hier.
