Der häufigste Fehler bei einer Parkett-Neuverlegung passiert vor dem ersten Handgriff: beim Material. Wer im Baumarkt die erste schöne Diele mitnimmt, ohne über Untergrund, Raumklima und Nutzung nachzudenken, ärgert sich zwei Jahre später über Fugen, die sich im Winter öffnen. Damit Ihnen das nicht passiert, hier das wichtigste Wissen aus unserem Verlegealltag, kompakt und ohne Katalogprosa.
Diese Parkettarten gibt es, und das unterscheidet sie
Stabparkett ist der Klassiker unter den Massivböden: einzelne Holzstäbe, auf Unterkonstruktion genagelt oder vollflächig verklebt, in Dortmund vor allem in Altbauten zu finden. Es gilt als die langlebigste Variante, weil es über Jahrzehnte mehrfach abgeschliffen werden kann.
Mosaikparkett besteht aus kleinen, filigran verlegten Holzlamellen. Es wirkt fein und ruhig, passt hervorragend in Altbauwohnungen und lässt sich ebenfalls schleifen, wenn auch nicht so oft wie Stabparkett.
Landhausdielen und Fertigparkett sind Mehrschichtprodukte: eine echte Holzschicht oben, ein Trägermaterial darunter. Sie kommen ab Werk gebeizt, geölt oder lackiert und sind sofort nach der Verlegung nutzbar. Dafür ist die nutzbare Holzschicht dünner, meist reicht sie für ein bis zwei Schleifgänge im Leben des Bodens. Massivparkett und Fertigprodukte schließen sich nicht aus: Wer maximalen Bestand will, nimmt Massiv, wer Zeit und Budget schonen muss, ist mit einer guten Landhausdiele gut bedient.
Der Untergrund entscheidet mit, ob der Boden hält
Beim Parkett verlegen verbringen wir auffällig viel Zeit mit dem, was später unsichtbar unter dem Boden liegt. Auf neuem Estrich messen wir zuerst die Restfeuchte, denn zu feuchter Untergrund ist der häufigste Grund für spätere Schäden. Alte Bodenbeläge wie Fliesen oder PVC kommen je nach Befund komplett raus. Unebenheiten gleichen wir mit Spachtelmasse aus, denn Parkett ist ein Naturprodukt und folgt jedem Hügel im Untergrund.
Fußbodenheizung ist übrigens kein Ausschlusskriterium, auch wenn das noch immer behauptet wird. Wir verkleben auf beheizten Flächen vollflächig, dann leitet der Boden die Wärme gleichmäßig und das Holz kann sich nicht werfen. Voraussetzung ist ein für Heizung geeignetes Produkt, und das prüfen wir vorab.
Was die Neuverlegung kostet
Ehrlicherweise lässt sich die Frage nur in zwei Teilen beantworten. Das Material: Landhausdielen gibt es je nach Holzart und Oberfläche in einer großen Preisspanne, Massivparkett liegt darüber, Mosaikparkett dazwischen. Die Verarbeitung: hier zählen Fläche, Verlegemuster und Zimmergeometrie. Ein gerades Schiffsmuster in einem rechteckigen Raum ist zügig gemacht, Fischgrät sieht großartig aus und kostet entsprechend mehr Zeit.
In ein sauberes Angebot gehören Untergrundvorbereitung, Sockelleisten, Übergangsprofile und der Abtransport des Alten. Wenn Sie Angebote vergleichen, achten Sie darauf, dass all das drinsteht. Wir machen dafür den Besichtigungstermin und legen danach einen Festpreis fest, Details zu unseren Leistungen finden Sie hier.
Der realistische Zeitplan
Nach der Lieferung braucht das Parkett mindestens 48 Stunden im Raum, bei geöffneten Packungen, um sich an Temperatur und Feuchtigkeit zu gewöhnen. Der Verlegetag selbst bringt für ein Wohnzimmer je nach Art einen bis drei Tage. Fertigparkett ist danach sofort nutzbar, Massivparkett, das roh verlegt wird, muss nach dem Verlegen noch geschliffen und versiegelt werden, was den Projektplan um ein paar Tage verlängert. Was da konkret auf Sie zukommt, lesen Sie in unserem Artikel zu Kosten und Ablauf des Schleifens.
Und falls Sie unsicher sind, welches Material zu Ihrer Wohnung passt: In unserem Showroom in der Wambeler Straße liegen Muster aus, die Sie anfassen und in der Hand vergleichen können. Manche Entscheidungen trifft man besser mit zwei Brettern in der Hand als auf einem Bildschirm.
